Spielanleitung Brain2Business™ plus

Inhalt

Brain2Business plus besteht aus 25 leeren Boxen mit fünf bebilderten Seiten.

  • Zahlen von 1 – 25 in unterschiedlichen Farben: blau, rot, gelb, grün und lila.
  • 25 verschiedene Bilder mit drei Schwierigkeits stufen (Bild, Bild Zoom 1 und Bild Zoom 2).
  • Ein Farbpuzzle mit 25 Teilen.
  • Die Boxen können individuell gefüllt werden.

Anwendung

Spielmechanismus: Konkrete Fragestellung mit einer Inspiration (Zahl, Bild, Bild Zoom 1, Bild Zoom 2, Farbpuzzle oder Inhalt) kombinieren und so erfolgreiche Lösungen generieren.

Brain2Business plus kann bereits ab einer Person angewendet werden. Wenn du beispielsweise allein für die Organisation des nächsten Kund*innen anlasses verantwortlich bist und Ideen suchst. Du kannst es aber auch mit einer Kandidat*in bei einem Vorstellungsgespräch, mit deinen Mitarbeitenden bei einem Konfliktgespräch oder mit deinem Team bei der Ideenfindung verwenden. Kinder können damit das  Schnellrechnen üben. Eine Familie kann Brain2Business plus beim nächsten Spieleabend hervorholen und schauen, wer das Farbpuzzle am schnellsten zusammensetzen kann.

Der Fokus dieser Anleitung liegt auf den Anwendungsmöglichkeiten für Unternehmen.

Spielleiter*in

Die Spielleiter*in oder Motivator*in (siehe die vier Playful Typen auf Seite 12) nutzt Brain2Business plus gezielt, um neue Lösungen zu generieren. Er/sie ist verantwortlich für den Spielablauf.

Dauer

Bei Brain2Business TM plus gibt es keine Zeitvor gabe. Es wird solange gespielt bis genügend
Resultate und Ideen vorhanden sind, um die Fragestellung zu beantworten. Die Spielleiter*in
ist hier in der Verantwortung und steuert die Zeit.

Die Spielphasen

Phase 1: Fragestellung zur Lösungsfindung formulieren

Überlege dir, zu welchem Thema du gerne Ideen und Inputs sammeln möchtest und  formuliere dar
aus deine Fragestellung. Die  Frage kann sich auf jedes beliebige Gebiet beziehen: Kommunikation,
Marketing, Mitarbeitende, Bildung, Wirtschaft, Klima, Kund*innen, Gefahren, Chancen, Gesundheit etc.

Beispiele:

  • Wie verbessern wir unsere externen Kommuni kationskanäle?
  • Wie kommunizieren wir unsere Unternehmens philosophie intern besser
  • Wie motivieren wir unser Team?
  • Wie gewinnen wir neue Mitarbeitende für unser Unternehmen?
  • Wie begeistern wir die Politik für unser Thema?
  • Wie setzen wir bei der Produktion weniger CO2 frei?
  • Wie sprechen wir mehr potenzielle Kund*innen über Social Media an?
  • Wie binden wir Kund*innen langfristig an unser Unternehmen?

Phase 2: Brain2BusinessTM plus Tool vorbereiten und bereitstellen

Die Boxen können unterschiedlich kombiniert, an geordnet und gefüllt werden. Es gibt keine zwin
gend einzuhaltende Reihenfolge. Die Spielleiter*in entscheidet, ob alle Boxen oder nur einzelne ver
wendet werden, ob in Gruppen oder im Plenum gearbeitet wird etc. Wenn sich die Spielleiter*in beispielsweise für Gruppen entscheidet, kann er/sie jeder Gruppe eine oder mehrere Boxen für die Beantwortung der Fragestellung zur Verfügung stellen. Es gibt kein falsch oder richtig. Wir befin den uns in der Spielkultur, da ist alles RICHTIG.

Die Spielleiter*in definiert im  Vorfeld, wie gespielt werden soll. Er/sie entscheidet welcher Teil der Box (Zahl, Bild, Bild Zoom 1, Bild Zoom 2, Farb puzzle oder Inhalt) genutzt wird. Zudem definiert er/sie Kriterien und Vorgaben wie Spieldauer, Anzahl Spielrunden oder Reihenfolge der Boxen.

Wenn die Spielleiter*in bewusst keine Angaben zum Vorgehen macht, steht es jeder Person oder
Gruppe frei, mit welchem Teil der Box (Zahl, Bild, Bild Zoom 1, Bild Zoom 2, Farbpuzzle oder Inhalt) sie spielen und somit die Fragestellung beant worten möchten.

PS: Die Spielleiter*in kann das Spiel auch einfach starten im Sinn von legt einfach mal los und erst im Laufe des Spiels, wenn er/sie merkt, dass die Leute nicht in den Flow kommen, mit Kriterien und Vorgaben ergänzen.

Phase 3: Jetzt wird gespielt

Jede*r Teilnehmende nennt alle Ideen, die ihm/ihr zur jeweiligen Box, kombiniert mit der Frage
stellung, in den Sinn kommen. Es werden ALLE Gedanken und Inputs aufgeschrieben. Wie be
reits erwähnt, gibt es keine richtigen und falschen Lösungen.

Phase 4: Resultate auswerten

Nachdem alle Teilnehmenden an der Reihe waren, werden die  Resultate ausgewertet. Ähnliche
Ideen werden zusammengefasst, kombiniert und Unmögliches wird eliminiert. Die übriggebliebenen Ideen werden mit allen besprochen und die, die in den Augen der meisten am besten sind, weiter entwickelt. Im besten Fall kann die eine oder andere Idee umgesetzt und implementiert werden.

Wie kann gespielt werden?

In welcher Reihenfolge die Boxen verwendet werden, spielt keine Rolle. Du kannst beispiels weise (zuerst) nur die Boxen mit den blauen Zahlen oder diejenigen mit den Zahlen der 5erReihe benutzen.

  • Beim Bild gibt es drei Schwierigkeitsstufen:
    – Bild = einfach
    – Bild Zoom 1 = mittel
    – Bild Zoom 2 = schwer

    Die Schwierigkeitsstufe bestimmst du selbst. Möchtest du das kreative Denken mehr an regen, versuche es mit Bild Zoom 1 oder 2.

  • Wenn du die kognitiven  Fähigkeiten der Per sonen testen willst, lass sie das  Farbpuzzle zusammensetzen. Es kann 1 gegen 1 gespielt werden  oder in Gruppen.

  • Die Boxen kannst du mit  verschiedenen Gegenständen füllen, um den Ideenhorizont der Beteiligten zu erweitern. Lass deiner Fantasie freien Lauf.

Wie können die Boxen gefüllt werden?

Die Boxen können mit den  verschiedensten Dingen gefüllt werden. Büroklammern, Teebeutel, Süssigkeiten, Magnete, Gummibänder,  Legofiguren etc. Willkürlich nach Thema, Motto, Material,
Jahreszeit etc. Deiner Fantasie ist absolut keine Grenze gesetzt. Fülle die Boxen am besten mit
Gegenständen, von denen sich die Beteiligten inspirieren oder überraschen lassen können.
Beim Schnellrechnen kann zum Beispiel jeweils ein Goodie als Belohnung in einer Box versteckt
werden. Die Boxen können so gefüllt werden, dass die Spieler*in den Inhalt jeweils behalten kann oder der Inhalt der Box bleibt immer gleich. Es gibt tausende Varianten.

Anwendungsmöglichkeiten (nicht abschliessend)

  • Vorstellungsrunde
    Brain2Business plus  eignet sich als lockerer Einstieg, um sich bei  Events kennenzulernen, für die Neubildung eines Teams, in Workshops etc.

    Beispiel: Jede*r nimmt eine Box und muss in  Verbindung mit einer Seite den anderen etwas über sich erzählen.

  • Inspiration fürs Storytelling
    Brain2BusinessTM plus  eignet sich, um das Out oftheboxDenken  anzukurbeln.

    Beispiel: Jede Gruppe  erhält eine Box und muss auf dieser Basis eine  Geschichte schreiben. So
    kommst du weg vom  eigentlichen Thema und
    förderst das  Out-of-the-box Denken.

  • Brainstorming
    Brain2BusinessTM plus eignet sich, um neue Ideen zu generieren.

    Beispiel: Zum Beantworten der Fragestellung werden  verschiedene Boxen  verwendet. Jede*r sagt, was ihm/ihr zur jeweiligen Box in Bezug auf die  Fragestellung in den Sinn kommt. Am Schluss  können einzelne Ideen zusammenge fasst werden.

  • Vitaparcours fürs Gehirn
    Brain2BusinessTM plus  eignet sich als Memory, um das Gedächtnis zu  trainieren.

    Beispiel: Die Boxen werden mit unterschied lichen Gegenständen gefüllt. Jeder Gegen stand kommt dabei zwei Mal vor. Wer findet die meisten zusammenpassenden Objekte?

  • Mathematik
    Brain2Business plus eignet sich, um Zahlen reihen oder das Schnellrechnen zu üben. Dies kann zusätzlich mit den Farben kombiniert werden.

    Beispiel: Welche Zahlen der Farbe blau sind gerade,  Primzahlen, durch fünf  teilbar etc.

  • Konfliktsituation entschärfen/lösen, Mentoring
    Brain2Business plus eignet sich, um schwierige Gespräche auf eine spielerische Art anzugehen
    und so die Spannung zwischen den Beteiligten zu lösen.

    Beispiel: Jede*r nimmt eine Box und kombiniert die dadurch erhaltene  Inspiration mit den
    Vor und Nachteilen seines/ihres Standpunktes. Danach ist die Gegenpartei am Zug.

  • Mitarbeitendengespräch
    Brain2Business plus eignet sich zur Bewältigung heikler Sachverhalte ohne das Gegen über vor den Kopf zu stossen. Der positive Nebeneffekt von Brain2Business plus ist hier bei, dass der/die Mitarbeitende auf  bestimmte Fragen gelenkt werden kann und somit das Kernthema selbst  aufgreifen wird.

    Beispiele:
    – Der/die Vorgesetze definiert für sich das Thema und gliedert es in Zwischenschritte, um mit mehreren Fragen zum Kern zu ge langen.
    – Der/die Vorgesetzte  nimmt eine erste Box und umschreibt das  Grundthema mit Hilfe der
    ausgewählten Box. Wichtig ist, dass nicht das Thema an sich angesprochen,  sondern dass eine Analogie zum Bild/Inhalt der Box gefunden wird.
    -Entweder gibt der/die Mitarbeitende nun direkt, also unabhängig der Box,  Antwort oder er/sie  immt eine weitere Box und gibt anhand dieser Antwort.
    – Ziel ist es, dass der/die  Mitarbeitende die Essenz des Themas versteht, und dass auf diese Weise eine Lösung gefunden werden kann, die für alle Beteiligten stimmt.

Themenbereiche (nicht abschliessend)

In den nachfolgenden Themenbereichen kann Brain2BusinessTM plus zu Hilfe genommen werden, um schneller zu erfolgreicheren Lösungen zu kommen. Viele Themen sind bereichsübergreifend. Die Beispielfragen zu den einzelnen Themenbe reichen sollen lediglich als Vorschläge dienen. Siesind keineswegs abschliessend. Themenbereiche und Fragen können nach den individuellen Bedürfnissen der Anwendenden angepasst werden.

Strategie

Herausforderung

  • Inputs zur Erstellung eines Leitbildes/einer Vision/Mission
  • Inputs zur Vermittlung des Leitbildes an die eigenen Mitarbeitenden
  • Ideen für die Vermittlung des Leitbildes an externe Stakeholder*innen Beispielfragen
  • Was verstehen wir unter dem Wert XY?
  • Welche Eigenschaften verkörpert unser Unternehmen?
  • Wie/wann/wo tritt man mit unseren Werten in Kontakt

Prozessoptimierung

Herausforderung

  • Verbesserungsvorschläge in Unternehmens abläufen


Beispielfragen

  • Was funktioniert gut?
  • Welche Fehler passieren immer wieder?
  • Welche Arbeiten macht keiner gern?

Kostensenkung

Herausforderung

  • Vorschläge für Einsparmöglichkeiten

Beispielfragen

  • Was machen wir gut und/oder gerne?
  • Wo sind unsere Stärken/Schwächen?
  • Welche Arbeiten können ausgelagert werden?

Business Development / Innovation

Herausforderung

  • Ideen für neue Geschäftsfelder
  • Inputs zur Erweiterung der Geschäftsstrategie


Beispielfragen

  • Was können wir gut?
  • Was können andere besser?
  • Was wünschen wir uns für die Zukunft?

Human Resources

Herausforderung

  • Erstellen eines Bewerber*innenprofils
  • Inputs für die Zusammenstellung eines
    (Projekt)Teams


Beispielfragen

  • Welche Eigenschaften sollte der/die neue Mit arbeitende haben?
  • Welche Aufgaben müssen erledigt werden?
  • Was bietet das Unternehmen den Mitarbeiten den?

Projekt- und Eventmanagement

Herausforderung

  • Inputs für Projekt oder Eventbriefing
  • Leitfaden für Feedback/Debriefings
  • Verbesserungsvorschläge für laufende Projekte

 

Beispielfragen

  • Was muss bei Projekt/Event XY beachtet werden
  • Was ist bei Projekt/Event XY gut gelaufen?
  • Was kann verbessert werden?

Kommunikation

Herausforderung

  • Verbesserungsvorschläge Inputs zur internen Kommunikation
  • Verbesserungsvorschläge Inputs für die Kommunikation mit externen Stakeholder*innen

 

Beispielfragen

  • Was möchten wir den Mitarbeitenden vermitteln?
  • Was möchten wir den externen Stakeholder*innen vermitteln?
  • Wie können Informationen nachhaltig vermittelt werden?

Kund*innenbindung

Herausforderung

  • Ideen für Kund*innenbindungsmas nahmen
  • Ideen für Kund*innenevents  / Aktionen/Direct Mailings
  • Ideen für Giveaways/Geschenke


Beispielfragen

  • Worüber freuen sich unsere Kund*innen?
  • Welche Informationen / Botschaft möchten wir vermitteln?
  • Welche tollen Beispiele gibt es?

Social Media

Herausforderung

  • Inputs für ein Vorgehen
  • Erfassen der CommunityEigenschaften
  • Inputs für Posts


Beispielfragen

  • Was erwartet unsere Community?
  • Warum sollte eine FacebookNutzer*in auf «Gefällt mir» klicken?
  • Was erzählen wir unseren Follower*innen?

Corporate Identity / Corporate Design

Herausforderung

Inputs/Ideen/Verbesserungen für das CI/CD

Beispielfragen

  • Was stellt das Unternehmen XY dar?
  • Woran denken wir beim Unternehmen XY oder Produkt XY?
  • Welche Bilder kommen uns bei XY in den Sinn?

 

Weitere Themenbereiche können sein:

  • Teilstrategie erarbeiten
  • Firmenkulturen zusammenführen
  • Teambildung / Personalentwicklung
  • ChangeManagement
  • Mitarbeitendenevents / Roadshows
  • Firmenjubiläen
  • Storytelling
  • Produktepositionierung und launch
  • Zielgruppenprofile erstellen
  • POSMassnahmen